Impressum

Eine Ausstellung der

Forschungsgruppe Kulturlandschaften

wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. habil. Max Welch Guerra
Bauhaus-Universität Weimar

Ausstellungs-Realisierung

Bauhaus.TransferzentrumDESIGN e.V.

Gesamtkoordination & Konzept

Dipl.-Ing. Gregor Sauer · BTD
Dipl.-Ing. Ulrich Wieler · UmbauStadt

Projektkoordination

Dipl.-Ing. Dominique Turzer · BTD

Produktgestaltung

Dipl.-Des. Jan Rössler · janroessler:design
Dipl.-Ing. Gregor Sauer · BTD

Grafikdesign & Umsetzung

Dipl.-Mediengestalterin Christiane Schmidt · schmidt9.net
Dipl.-Des. Daniel Schmidt · schmidt9.net

Fotografie

Dipl.-Des. Ricarda Porzelt · www.ricardaporzelt.de

Ausführung

rung Bauhaus.TransferZentrumDESIGN
Dipl.-Des. Jan Rössler · Dipl.-Des. Christian Böhme
Dipl-Ing. Marlu Müller-Ortloff · Dipl.-Ing. Sven Müller
Wassilij Grod · Holger Eichinger · Lars Reinhardt
Dipl.-Des. Robert Waldmann

Texte

Prof. Dr. Hans-Heinrich Meyer
Prof. Dr. Catrin Schmidt
Dr. Steffen de Rudder
Prof. Dr. Matthias Gather
Dipl. – Ing.Ingo Quaas
Prof. Dr. Max Welch Guerra
Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger
Ulrich Wieler Architekt

Koordination Inhalte

Dipl. Mediengestalterin Katja Bose

Interviewführung

Ull Schauber

Ton

Dipl.-Mediengestalter Marc Sauter

Programmierung

Touchscreen S tefan Fischer · enaq.com

Technische Realisierung Interviews

Annika Schrottke · submarket.org

Recherche Objekte

Mattias Baumbach · Praktikant BTD
mit freundlicher Unterstützung von Museum für Thüringer Volkskunde

Kulturlandschaft Thüringen

Kulturlandschaft ist ein positiv besetzter Begriff, der zuallererst auf die Existenz kultureller Werte und Zeugnisse in der Landschaft verweist. Allein schon deshalb liegt es nahe, Thüringen im Lichte der Kulturlandschaft zu untersuchen. Der Begriff hat indessen auch weitere Bedeutungen. Er erinnert etwa an die Tatsache, dass Landschaften menschengemacht sind, dass wir es hauptsächlich sind, die sie verändern, hier durch bewusste Eingriffe, dort durch unterlassene Steuerung. Kulturlandschaft meint ebenso die Lebenskultur, die spezifische Lebensweise, die eigentümlichen Bräuche sowie die Ideenwelt eines Landstrichs. Diese Dimension der Kulturlandschaft stellt einen ererbten und vom Verlust bedrohten Wert dar, der unersetzbar und nicht quantifizierbar ist.

Eine weitere Bedeutung besteht in der Intention derjenigen, die Kulturlandschaft als Handlungsorientierung verwenden: Seit einigen Jahren wird dieser Begriff weniger im Sinne einer rein defensiven Pflege räumlicher Gegebenheiten genutzt. Kulturlandschaftlich handeln meint heute eher, unsere Regionen ganzheitlich zu entwickeln, Ökonomie, Ökologie, Soziales und Kulturelles zusammenzudenken.

Der Begriff Kulturlandschaft verleitet uns schließlich dazu, Thüringen in seiner Gesamtfläche als ein Ensemble zu begreifen, zu dem zwar auch Städte und Dörfer gehören, aber ebenso Berge, Täler und Gewässer, touristische Attraktionen, brachliegende Anlagen und Abraumhalden! Wirtschaften, Wohnen und Freizeit, um drei der wichtigsten Funktionen unserer gesellschaftlichen Produktion und Reproduktion zu nennen, finden in der Gesamtfläche statt und nicht nur in der Stadt.

Unsere Ausstellung und unser Katalog geben keine abschließende Definition der Kulturlandschaft vor. Sie möchte vielmehr verschiedene historische, aber auch planungspolitische, demografische, ökonomische, verkehrliche und kulturwissenschaftliche Grundlagen bieten, damit Thüringen bei der Gestaltung seiner Zukunft mit diesem anregenden Begriff möglichst keinen seiner Werte aus den Augen verliert.

[ Prof. Max Welch Guer­ra]

Die Ausstellung „Kulturlandschaften Thüringen“ ist die Erweiterung der weit gereisten Wanderausstellung „Stadtland Thüringen“. Aufbauend auf frühere Kooperationen konnte das Bauhaus.TransferzentrumDESIGN mit der „Forschungsgruppe Bad Langensalza“ der Bauhaus-Universität Weimar das Ausstellungskonzept entwickeln und realisieren.

Die Ausstellungsdisplays schließen reale Objekte ein, um kulturlandschaftlichen Themen greifbar zu machen. Auf Audiostationen kann man sich in Interviews mit Experten zur Kulturlandschaft vertiefen. Großflächige Fotos von „Landschaftsdetails“ geben den Ausstellungstafeln schließlich jene künstlerische Dimension, welche die Ausstellung über eine reine Dokumentation hinausführt.